





Ultra-hochbariumhaltiges Ferrosilizium (4-6% Ba) für Gussteile mit extrem langen Erstarrungszeiten. Gewährleistet Graphitkeimbildung in der gesamten Form.
| Hauptzusammensetzung | Si 65-70%, Ba 4-6%, Al 1,0-1,5%, Ca 1,0-1,5%, Fe Rest |
| Form | Stücke/Granulat/Kundenspezifisch |
| Anwendung | Sehr schwere Gusseisen mit Kugelgraphit, Kokillen, große Maschinenteile |
Dieses hochbariumhaltiges Ferrosilizium (4–6% Ba) ist ein hochwertiges Impfmittel, das für anspruchsvolle Gießereien von Gusseisen mit Kugelgraphit und Grauguss entwickelt wurde, die höchste Fade-Beständigkeit und Graphitstrukturkontrolle erfordern. Mit einem bewusst auf 4-6% erhöhten Bariumgehalt bildet die Legierung stabile Ba-reiche Silizidphasen, die sich allmählich im geschmolzenen Eisen auflösen und eine anhaltende Graphitisierungswirkung für bis zu 45 Minuten oder länger nach der Behandlung erzielen. Im Vergleich zu Standard-FeSi oder sogar 2-4% Ba-Qualitäten ist diese 4-6% Variante speziell formuliert, um Graphitdegeneration in extrem dickwandigen Gussteilen (z.B. >150 mm Wandstärke) entgegenzuwirken und gleichbleibende mechanische Eigenschaften über lange Gießkampagnen zu gewährleisten.
Hinweis: Dieses Produkt ist nicht radioaktiv und erfüllt vollständig die Umweltstandards REACH und RoHS. Hergestellt unter ISO 9001 zertifizierten Prozessen.
Nachfolgend ist die chemische Zusammensetzung unseres FeSiBa 4‑6% (hervorgehoben) im Vergleich zu anderen gängigen Impfmittel-Qualitäten. Kundenspezifische Zusammensetzungen und Grenzwerte für Verunreinigungen sind auf Anfrage jederzeit erhältlich.
| Qualität / Bezeichnung | Si (%) | Ba (%) | Al (%) | Ca (%) | Fe & Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|
| FeSiBa 4-6% Ba (Premium) | 65-70 | 4.0-6.0 | 1.0-1.5 | 1,0-3,0 (anpassbar) | Rest |
| FeSiBa 1-2% Ba | 70-75 | 1.0-2.0 | 1.0-1.5 | 0,6-3,0 (anpassbar) | Rest |
| FeSiBa 2-4% Ba | 70-75 | 2.0-4.0 | 1.0-1.5 | 0.6-3.0 | Rest |
| FeSi 72% | 72-75 | – | ≤1,5 | ≤1,0 | Rest |
| FeSi 74% | 74-75 | – | ≤1,5 | 0.5-1.5 | Rest |
| FeSi 75% | 75-78 | – | ≤1,5 | ≤0,5-1,5 | Rest |
| Eigenschaft | Typischer Wert / Bereich | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Schmelzbereich (Solidus/Liquidus) | 1180°C - 1320°C (2156°F - 2408°F) | Höherer Bariumgehalt senkt den Schmelzpunkt leicht gegenüber Standard-FeSi und fördert die schnelle Auflösung |
| Spezifisches Gewicht (Dichte bei 20°C) | 3,1 - 3,4 g/cm³ | Geringfügig leichter als niedrigere Ba-Gehalte, was die gleichmäßige Verteilung unterstützt |
| Schüttdichte | Ca. 1,7 - 2,1 g/cm³ (106 - 131 lbs/ft³) | Abhängig von der Partikelgrößenverteilung |
| Wärmeausdehnungskoeffizient (20-1000°C) | ~10,8 × 10⁻⁶ /K | – |
| Mikrostruktur | FeSi₂ + BaSi₂ (angereicherte eutektische Phasen) | Barium ist gleichmäßig als stabile Silicide verteilt |
Verarbeitungshinweis: Hergestellt durch kontrolliertes Gießen oder Wasser-Granulation, um eine homogene Zusammensetzung, minimale Seigerung und extrem niedrigen Feinanteil zu gewährleisten.
FeSiBa 4‑6% ist das bevorzugte hochbariumhaltige Impfmittel für die anspruchsvollsten Gussteile, bei denen eine Abklingbeständigkeit über lange Haltezeiten zwingend erforderlich ist:
Hinweis: Die optimale Zugabemenge sollte basierend auf der Basiseisenzusammensetzung (S, O, Spurenelemente), der Zielmatrix (ferritisch/perlitisch) und den Gießbedingungen feinabgestimmt werden. Wir empfehlen Gießereiversuche mit schrittweisen Anpassungen.
| Parameter | Details |
|---|---|
| Mindestbestellmenge | 20 metrische Tonnen (Probechargen von 5-10 t auf Anfrage möglich) |
| Lieferzeit | 15-20 Tage nach Bestätigung |
| Verladehafen | Tianjin, Shanghai, Qingdao (andere Häfen auf Anfrage) |
| Versandoptionen | FOB, CIF, CFR, DAP, DDP |
Bei einem Bariumgehalt von 4‑6% enthält die Legierung einen höheren Volumenanteil an langsam löslichen BaSi₂-Phasen. Diese Phasen erzeugen eine anhaltende Übersättigung von Barium in der Grenzzone der Schmelze und liefern kontinuierlich aktive graphitisierende Keime (wie (Mn,Ba)S und komplexe Oxysulfide). Das Ergebnis ist eine deutliche Verlängerung des effektiven Impfzeitfensters – typischerweise 45 Minuten oder länger – was für sehr große Gussteile entscheidend ist, bei denen das Gießen mehrere Pfannen und eine verlängerte Erstarrung erfordert. Dieser „Barium-Reservoir“-Effekt ist weitaus ausgeprägter als bei 2‑4% Ba-Legierungen, was 4‑6% zur bevorzugten Wahl für Querschnitte >150 mm macht.
FeSiBa 4‑6% arbeitet außergewöhnlich gut in Gusseisen mit einem Basisschwefel zwischen 0,008% und 0,020%. Das reichlich vorhandene Barium verbindet sich leicht mit Schwefel und Mangan und bildet eine hohe Dichte effektiver (Mn,Ba)S-Keimbildungsstellen. Selbst bei sehr niedrigem Schwefelgehalt (<0,005%) übertrifft die Legierung aufgrund ihrer intrinsischen Graphitisierungskraft immer noch Standard-FeSi, aber für beste Ergebnisse wird eine kontrollierte Schwefelzugabe (z. B. 0,01‑0,015%) empfohlen. Unsere Anwendungsingenieure können Sie hinsichtlich Entschwefelung oder geringfügiger Schwefelanpassungen beraten, um die Keimbildung zu maximieren.
Während die Hauptstärke von 4‑6% Ba in der Abklingbeständigkeit bei schweren Querschnitten liegt, ist es gleichermaßen wirksam bei der Beseitigung von Karbidbildung in Dünnwandgussteilen. Bei komplexen Geometrien mit sowohl dicken als auch dünnen Bereichen (z. B. Gehäuse mit Rippen und schweren Ansätzen) gewährleistet diese Qualität eine vollständig karbidfreie Mikrostruktur selbst in schnell abkühlenden Kanten. Für die reine Dünnwandproduktion wird eine feinere Partikelgröße (z. B. 0,2‑0,8 mm) empfohlen, um eine schnelle Auflösung und eine starke Karbidreduzierung ohne Überimpfung zu erreichen.
Zirkonium Impfmittel sind hervorragend geeignet, um stickstoffbedingte Porosität zu kontrollieren und ferritische Gefüge zu fördern, ihre Abklingbeständigkeit ist jedoch moderat. Seltene Erden (Ce, La) bieten eine starke Keimbildung, können aber hygroskopischer und teurer sein. FeSiBa 4‑6% bietet das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis für eine verlängerte Abklingbeständigkeit, insbesondere bei schwerem duktilem Gusseisen. Der langsame Freisetzungsmechanismus von Barium führt zu einer sehr hohen Knötchenzahl und einer gleichmäßigen Struktur über lange Haltezeiten. Für stickstoffempfindliche Schmelzen könnte eine Kombination mit geringem Zr-Anteil empfohlen werden; wir können auf Anfrage maßgeschneiderte Legierungen liefern.
Selbstverständlich unterstützen wir Prüfungen durch Dritte von international anerkannten Qualitätsprüfungsorganisationen wie SGS und BV, um die Produktqualität vor dem Versand zu überprüfen. Die Prüfung umfasst die Produktoptik, Wiegung, Abmessungen und die Analyse der chemischen Zusammensetzung. Der gesamte Prüfprozess wird mit Fotos und schriftlichen Aufzeichnungen dokumentiert, die Ihnen zusammen mit dem endgültigen Prüfbericht zur Verfügung gestellt werden. Dies stellt sicher, dass Sie hinsichtlich der Produktqualität keine Bedenken haben.
FeSiBa 4‑6% weist eine sehr geringe Hygroskopizität auf – ähnlich wie Standard-FeSi – aber zur Erhaltung der Oberflächenqualität und Fließfähigkeit empfehlen wir die Lagerung in einem trockenen, überdachten Bereich (≤60% relative Luftfeuchtigkeit). In den original versiegelten Säcken mit feuchtigkeitsdichter Auskleidung aufbewahren. Bei Großsilos oder Langzeitlagerung wird eine regelmäßige Prüfung des Feinanteils und des Feuchtigkeitsgehalts empfohlen. Wenn das Material feucht wird, stellt das Trocknen bei 80‑100°C für 1‑2 Stunden seine Leistungsfähigkeit wieder her. Vermeiden Sie den Kontakt mit Regen oder Kondenswasser.
Absolut. Viele Gießereien verwenden FeSiBa 4‑6% als primäres Pfannenimpfmittel, um eine langfristige Abklingbeständigkeit zu gewährleisten, und ergänzen es kurz vor dem Gießen mit einer kleinen Zugabe (0,1‑0,2%) eines starken Spätimpfmittels (z. B. FeSiZr oder einer Seltenerdmischung). Diese „Duplex“-Praxis kombiniert die anhaltende Keimbildung von Barium mit einem zusätzlichen Keimbildungsschub im letzten Moment, wodurch die höchsten Knötchenzahlen erreicht und jegliche Randkarbidbildung beseitigt werden. Wir können Sie basierend auf Ihrem Gussportfolio zu kompatiblen Kombinationen beraten.
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